Auch wenn Amman längst ein biblisches Alter erreicht hat – die Siedlungsanfänge liegen mehrere Jahrhunderte vor Christi Geburt – ist es doch eine recht junge Großstadt. In nur rund 100 Jahren ist die Einwohnerzahl der jordanischen Hauptstadt von etwa 3.000 zu Beginn den 20. Jahrhunderts auf gut zwei Millionen angewachsen. Zählt man die Vorstädte dazu sind es sogar über 4 Millionen. Entsprechend vielfältig ist daher auch das Freizeitangebot, das auch Jordanien-Reisende gerne in Anspruch nehmen. Eine neue Webseite listet die 99 besten Tipps für einen Städtetrip nach Amman auf.

Mit dem Essen lernt man die Kultur am besten kennen

Wer sich vor allem für die kulinarische Seite Ammans interessiert, findet auf der Webseite Restaurantempfehlungen oder auch die besten Imbiss-Tipps wie zum Beispiel Knafeh, ein der beliebtesten traditionellen Nachspeisen in Jordanien. Knafeh besteht aus einem im Ofen gebackenen weißen Weichkäse, darauf knuspriger, fadenförmiger Teig und viel Zuckersirup. Ebenfalls ein sehr beliebtes Gericht sind Falafel. Einer der legendärsten Orte in Amman für die frittierten Bällchen aus Kichererbsenmehl ist das kleine Restaurant Hashem in der Altstadt – hier speist sogar die königliche Familie gerne.

Das Nationalgericht Jordaniens und mittlerweile auch immaterielles UNESCO Welterbe heißt Mansaf. Es besteht aus mit Safran gefärbtem Reis und Lammkoteletts in einer joghurtähnlichen Soße. In der Kochschule Beit Sitti kann man dies sogar im Rahmen eines Kochkurses unter Anleitung selbst zubereiten. Beit Sitti bedeutet „Großmutters Haus“ und wird von Dina Haddad und ihren Töchtern Maria und Tania als ein reines Frauenprojekt geleitet.

Shopping – die besten Mitbringsel aus dem Urlaub

Die Shoppingmöglichkeiten in Amman sind riesig. Auf dem großen Markt in der Altstadt findet man von Gemüse über Nüsse bis zu Zahnbürsten alles für den täglichen Gebrauch. Auf dem Souq Jara, dem Markt, der freitags auf der Rainbowstreet stattfindet, werden viele handgefertigte Artikel, typisch jordanische Speisen oder Kinderaktivitäten angeboten. Die Rainbowstreet ist bekannt als junge, kreative Straße mit vielen Cafés und coolen Geschäften. Schöne und besonders nützliche Mitbringsel finden Städtereisende im Soap House Trinitae. Die Seifen und Lotionen werden aus jordanischem Olivenöl, lokalen Kräutern und Mineralien aus dem Toten Meer hergestellt.

Statt Sightseeing: Kart fahren oder Golf spielen in Amman

Der Zitadellenhügel ist Ammans wichtigste Sehenswürdigkeit. Gerade Teenies brauchen aber auch etwas Abwechslung zum gängigen Sightseeing-Programm. Ideal dafür ist ein Besuch im Jordan Speed Center, wo man unter freiem Himmel in Karts seine Runden drehen und ein kleines Wettrennen veranstalten kann. Ein außergewöhnliches Erlebnis für Golfspieler ist ein Tag auf Ammans einzigem Golfplatz Bisharat im Süden der Stadt. Der 9-Loch-Platz (2.754 Yards, Par 34) ist umgeben von sanften Hügeln und für Golfer aller Handicaps geeignet.

Neue Perspektiven auf die Stadt – das junge, coole Amman

Wie jede moderne Stadt hat auch Amman viel Street Art vorzuweisen. Bei einer geführten Street Art Walking Tour erkunden Reisende einige der ältesten Viertel und entdecken dabei zahlreiche, zum Teil haushohe Graffitis. Die Guides erzählen während der Tour von der örtlichen HipHop-Kultur und wie sich die Beatboxer- und Breakdancer-Szene in Ammen in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Wer anschließend Lust hat, selbst kreativ zu werden, geht am besten zu Artlet.

Hier können Besucher ihrer künstlerischen Ader auf einer Leinwand freien Lauf lassen. Einen ganz anderen Blick auf die jordanische Hauptstadt bekommt man bei einem Spaziergang über die beliebte Rainbow Street. Die Straße ist gesäumt von kleinen Kunsthandwerksläden, coolen T-Shirt-  oder Bike-Shops und hippen Cafés. Außerdem hat man von hier oben einen spektakulären Ausblick auf die Stadt.

Museen der anderen Art – Panzer und Dampfloks

Amman hat zahlreiche Museen, von klassischen Kunstmuseen über Archäologie-Museen bis hin zum Kindermuseum. Und dann gibt es noch ziemlich ungewöhnliche Museen. Im Königlichen Panzermuseum beispielsweise sind auf 20.000 Quadratmetern über 140 Panzer aus der ganzen Welt zu sehen. Der jordanische König Hussein ist ein Panzer-Liebhaber und hat die Exemplare über Jahre gesammelt. Beeindruckend ist auch die Sammlung an funktionstüchtigen Dampflokomotiven im Eisenbahnmuseum im alten Hejaz-Bahnhof.

Alle 99 Tipps für Erlebnisse in Amman findest du hier. Und weitere Beiträge zu Jordanien findest du außerdem hier.

Quelle: www.visitjordan.com
Bildmaterial: www.visitjordan.com/Lieb Management